Körper in den Kulturwissenschaften


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Dr. Eva Bischoff  wurde im Februar 2009 an der Ludwig-Maximilians Universität München mit einer Arbeit an der Schnittstelle zwischen Kolonial-, Geschlechter- und Kriminalitätsgeschichte promoviert. In ihrer Dissertation mit dem Titel “’Ich bin doch kein Kannibale: Alterität und Männlichkeit zwischen 1890 und 1933” rekonstruiert sie die Verflechtungen von kolonialen und metropolitanen Diskursen bei der Konstruktion bürgerlich-weißer, hegemonialer Männlichkeit. Von April 2007 bis März 2009 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin im Nordamerikastudienprogramm der Universität Bonn. Ihre Forschungsinteressen umfassen die Geschichte des britischen, deutschen und US-amerikanischen Kolonialismus, Postcolonial Studies, Kriminalitäts- und Psychiatriegeschichte ebenso wie Gender und Queer Studies. Zu ihren neuesten Veröffentlichungen zählt „Jack, Peter, and the Beast: Postcolonial Perspectives on Sexual Murder and the Construction of White Masculinity in Britain and Germany at the Turn of the Twentieth Century“, in: Ulrike Lindner/ Mark Stein/ Silke Stroh (Eds.), Hybrid Cultures – Nervous States. Insecurity & Anxiety in Britain and Germany in a (Post)Colonial World. Amsterdam: Rodopi (erscheint voraussichtlich 2009).

 

Dr. Uta Fenske, Studium der Anglo-Amerikanischen Geschichte, Japanologie, Mittleren und Neueren Geschichte. Dissertation zu ‚Männlichkeiten im US-amerikanischen Spielfilm der Nachkriegszeit 1945-60’ an der Universität Köln. Seit 2004 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Sonderforschungsbereich 437 „Kriegserfahrungen - Krieg und Gesellschaft in der Neuzeit“, Universität Tübingen.

 

Dr. Henriette Gunkel, Postdoctoral Research Fellow an der University of Fort Hare, Südafrika. Promotion 2007 an der School of Social Sciences, Media and Cultural Studies der University of East London, UK. Gegenwärtig Lehrbeauftragte am Lehrstuhl Englische und Anglophone Literaturwissenschaft Universität Bayreuth. Sie ist Autorin des Buchs ‚The Cultural Politics of Female Sexuality in South Africa’, erschienen bei Routledge im Januar 2010. Gemeinsam mit Ben Pitcher erstellte sie 2008 das dritte Themenheft von darkmatter mit dem Titel 'Racism in the Closet: Interrogating Postcolonial Sexualities'. In ihrem derzeitigen Forschungsprojekt nähert sie sich Körper- und Subjektformationen im postkolonialen anglophonen afrikanischen Kino an. Forschungsschwerpunkte: Cultural Studies, Postcolonial Aesthetics and Politics, Queer Theory, Postcolonial Studies, und African Cinemas.

 

Prof. Dr. Michaela Hampf, Juniorprofessorin für Geschichte Nordamerikas am John-F.-Kennedy Institut der FU Berlin. Studierte Literatur, Sprache und Kultur Nordamerikas und Geschichte. 2000 M.A. an der Universität Hamburg. 2000 bis 2002 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am DFG-Projekt "Militär als Ort der sozialen Konstruktion von Geschlecht - dargestellt an der Einbeziehung von Frauen in Streitkräften Deutschlands, Russlands und der Vereinigten Staaten" an der Universität Bremen. Promotion 2006 an der Universität Bern mit einer Arbeit zur Geschlechtergeschichte der US-Armee. Forschungs- und Schwerpunkte: Kultur- und Mediengeschichte, transnational und global history, Geschlechtergeschichte, nordamerikanische Geschichte im 19. und 20. Jh. http://jfki.fu-berlin.de/faculty/history/persons/hampf/index.html

 

Dr. des. Elahe Haschemi Yekani studierte Anglistik/Amerikanistik sowie Theaterwissenschaft/Kulturelle Kommunikation an der Humboldt-Universität zu Berlin und der University of Westminster, London. Sie ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Anglistik und Amerikanistik an der HU Berlin. Von 01/2005-04/2007 war sie im DFG-Graduiertenkolleg „Geschlecht als Wissenskategorie“ Promotionsstipendiatin. 2009 hat sie ihrer Promotion „The Privilege of Crisis“, die sich mit Narrativen kolonialer und postkolonialer hegemonialer und marginalisierter Männlichkeiten in Großbritannien beschäftigt, abgeschlossen. Forschungsschwerpunkte: Britischer Gegenwartsroman, Queer Theory, Postcolonial Studies und Intersektionalität/Interdependenzen. http://www.angl.hu-berlin.de/staff/1681621 Publikationen u.a.: Quer durch die Geisteswissenschaften. Perspektiven der Queer Theory (2005, Hg. mit B. Michaelis); Erlöser. Figurationen männlicher Hegemonie (2007, Hg. mit S. Glawion und J. Husmann-Kastein); “‚Checks and Balances.’  Zum Verhältnis von Intersektionalität und Queer Theory.” (zusammen mit G. Dietze und B. Michaelis) (In: K. Walgenbach et al. Gender als interdependente Kategorie. Neue Perspektiven auf Intersektionalität, Diversität und Heterogenität (2007).

 

Ao. Prof. Dr. Arne Klawitter ist außerordentlicher Professor an der Universität Kyoto. Studium der Germanistik, Anglistik und Philosophie an der Universität Rostock, Studienaufenthalte in Glasgow, Berkeley und Nantes. Promotion in allgemeiner und vergleichender Literaturwissenschaft über Foucaults Diskursanalyse und deren Anwendung in der Literaturwissenschaft (2001). Von 2001 bis 2006 DAAD-Lektor für Literaturwissenschaft an der Fremdsprachenuniversität Peking und von 2006 bis 2008 Visiting Lecturer an der Kyushu Universität in Fukuoka, Japan. Forschungsschwerpunkte: Literatur der Moderne, Komparatistik, Textualitäts- und Diskurstheorien und Kulturvergleich. Veröffentlichungen zu Foucaults Diskursanalyse, zu Autoren der modernen Literatur wie Arno Schmidt, Rolf Dieter Brinkmann, Peter Weiss sowie zur Kulturkomparatistik und deren Methodik. Zuletzt erschienen: Literaturtheorie. Ansätze und Anwendungen, zusammen mit Michael Ostheimer (2008), „Der Mensch ist nicht gegeben“ Zur Darstellung des Subjekts in der Moderne, hrsg. zusammen mit Moritz Baßler (2005), Die „fiebernde Bibliothek“. Michel Foucaults Sprachontologie und seine diskursanalytische Konzeption moderner Literatur (2003).

 

Dr. Christiane König ist Kultur-, Film- und Medienwissenschaftlerin. Sie promovierte an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen mit einer Studie zu den diskursiven Bedingungen von Weiblichkeit im Kino der 1990er Jahre im Spiegel der feministischen Filmtheorie. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen der feministischen Filmwissenschaft, Gender Medientheorien, Medienparadigmen, Masculinities Studies und Queer Theory, Kulturgeschichte des Körpers, Film als Geschichte der Wahrnehmung und des Wissens, Kulturgeschichte des Films sowie der biologischen und informationstheoretischen Kybernetik. Seit Oktober 2009 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Instituts der Universität zu Köln am Lehrstuhl für nordamerikanische Geschichte von Prof. Dr. Norbert Finzsch (Schwerpunkte in Forschung und Lehre: Post Colonial Studies, Mediengeschichte). Aktuell arbeitet sie an einer größeren Studie zur Medienarchäologie queerer Männlichkeiten. http://www.christianekoenig.de.

 

Dr. Gudrun Löhrer  vertritt seit April 2009 die Juniorprofessur für Nordamerikanische Geschichte am John-F.-Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin. Vom Wintersemester 2004/5 bis zum Sommersemester 2005 lehrte sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin Nord-Amerikanische Geschichte an der Universität zu Köln. Sie studierte Nord-Amerikanische und Neuere Deutsche Geschichte sowie Lateinamerikastudien und Amerikanische Literatur an den Universitäten Hamburg und Köln. Gudrun Löhrer wurde 2009 an der University of East London mit einer Dissertation zum Thema ‚Cinematic Governmentality. A Cultural History of Tuberculosis and Malaria Health Films in the United States of the 1940s’ promoviert. In ihrem neuesten Forschungsvorhaben untersucht sie amerikanische Banknoten des 19. Jahrhunderts  aus kultur- und mediengeschichtlicher Perspektive. Publikationen: Gemeinsam mit Amy Schmidt erstellte sie das 2008 erschienene Reference Information Paper 115 der National Archives zum Mauthausen Concentration Camp Complex; Anopheles Anni und Malaria Mike. Masculinity, Sexuality and Malaria-education in 1940s Animation Films. In: M. Möhring, M. Perinelli und O. Stieglitz ‚Tiere im Film: Eine Menschheitsgeschichte der Moderne’. Köln, 2009.

 

PD Dr. Maren Möhring studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Hamburg und am Trinity College, Dublin. Von 1998 bis 2001 war sie Stipendiatin im Graduiertenkolleg „Geschlechterdifferenz & Literatur“ an der LMU München und wurde dort im Februar 2002 mit einer körperhistorischen Studie über die frühe FKK-Bewegung in Deutschland promoviert. Von 2002 bis 2010 war sie Assistentin am Historischen Seminar der Universität zu Köln, wo sie 2010 mit einer Arbeit über kulinarische Transfers ("Ausländische Gastronomie. Migrantische Unternehmensgründungen, neue Konsumorte und die Internationalisierung der Ernährung in der Bundesrepublik") habilitiert wurde. Seit Oktober 2010 ist sie Junior Fellow am Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS).

 

Massimo Perinelli, M.A., studierte von 1991 bis 1999 an der Universität Hamburg Geschichte, Ethnologie und Politikwissenschaften. Seine Magisterarbeit, eine Analyse des deutschen Nachkriegsfilms „Liebe 47", wurde als selbständige Monographie publiziert. 2001 Graduiertenförderung der Universität Hamburg. Seit 2001 zunächst wissenschaftliche Hilfskraft an der Anglo-Amerikanischen Abteilung des Historischen Seminars der Universität zu Köln; seit 2004 dort wissenschaftlicher Mitarbeiter. 2007 Dissertation zum Thema: Fluchtlinien des Neorealismus. Der organlose Körper der italienischen Nachkriegszeit, 1943-1949. Februar 2008, Promotion mit der Note summa cum laude. Im SoSe 2008 Visiting Scholar an der University of California, Berkeley.

 

Olaf Stieglitz ist Nordamerikahistoriker. Gegenwärtig vertritt er die entsprechende Professur an der Universität Erfurt. Meistens beschäftigt er sich mit Denunzianten, Spitzeln und anderen Arschlöchern (Kulturgeschichte des Denunzierens), aber weil das bisweilen langweilig bzw. nervtötend ist und er auch sonst nicht weiß, was er anderes mit sich anfangen könnte, arbeitet er auch zu anderen Themen. Etwa zu sich bewegenden Körpern in der Moderne (Sportgeschichte als Kulturgeschichte), oder zu Tieren, Inseln und Stimmen in alten Spielfilmen (Geschichte & Film). Ach ja, die meisten seiner Studierenden finden ihn Scheiße, weil er in jedem zweiten Satz Wörter benutzt, die in keinem anständigen Wörterbuch zu finden sind und von denen er nie erklärt, was sie heißen oder womöglich sogar bedeuten. Wanna know more? Visit www.olaf-stieglitz.de

 

Prof. Dr. Paula-Irene Villa, seit 12/2008 Lehrstuhlinhaberin für Soziologie/gender studies an der LMU München. Studium der Sozialwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, Promotion am DFG-Graduiertenkolleg 'Geschlechterverhältnis und Sozialer Wandel', Habilitation an der Leibniz-Universität Hannover. Gastdozenturen und -professuren u.a. an der Universität Innsbruck. Lehrt und forscht zu Soziologischer und Geschlechter-Theorie, Körpersoziologie, Cultural Studies/Kultursoziologie sowie zu Elternschaft. Aktuelles Projekt: "(Re)Codierung der Geschlechterdifferenz im Alter ihrer technologischen Machbarkeit? Studien zur Normalisierung der kosmetischen Chirurgie" (Anschubfinanzierung durch die Therese-von-Bayern Stiftung). Ausgewählte Veröffentlichungen: schön normal. Manipulationen des Körpers als Technologien des Selbst (Hg.), Bielefeld: transcript 2008; Sexy Bodies. Eine soziologische Reise durch den Geschlechtskörper, Wiesbaden: VS 3te Auflage 2006; Körper. In: Handbuch Soziologie, hg. von Markus Schoer et al, Wiesbaden: VS 2008; Subjekte und ihre Körper. In: Kultursoziologie heute, hg. von Monika Wohlrab-Sahr, Wiesbaden: VS 2010; Judith Butler - Verletzende Sprache oder verletzendes Sprechen? In: Philosophien sprachlicher Gewalt, hg. von Hannes Kuch und Steffen Kitty Hermann (i.E.). www.gender.soziologie.uni-muenchen.de

 

 





 

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Stand: 31.08.2010

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